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Mit Tipps lässt sich Geld verdienen und es gibt kaum eine Gruppe, die so viel Geld für Tipps, Ratgeberbücher und Seminare ausgibt, wie die Menschen, die unbedingt veröffentlicht werden wollen. Also gibt es auch einen blühenden Zweig der Dienstleistungsbranche, die sich diesem Bedürfnis widmet und entsprechend erfolgreich damit ist.

Gemeinsam ist diesen Ratgeberstrategien, dass sie alle das gleiche Ziel verfolgen: Ihre eigenen Einnahmen zu maximieren. Aber das ist doch verständlich!, höre ich die ersten rufen. Das macht doch jeder!

Nein, nicht jeder verdient sein Geld damit, dass er Menschen falsche Tatsachen vorspiegelt und immer noch gibt es die Möglichkeit eine faire Dienstleistung anzubieten. Aber wie heißt es so schön: Die Menschen wollen doch belogen werden. Wieder so ein Spruch, dem ich nicht zustimme. Die Menschen haben Träume, Wünsche und Hoffnungen und machmal macht sie ihr Traum blind. Sie fallen in die Grube, die ihnen jemand gegraben hat. Aber das ist keine Rechtfertigung dafür, dass es richtig ist, diese Grube zu graben.

Für mich ist es schlicht weg eine Unverschämtheit, wenn ich in einem Autorinnen-Ratgeber zum Thema BOD die folgenden Tipps lese:

  • Vielleicht kennen Sie ja jemand, der ihr Manuskript korrekturlesen kann. Eine pensionierte Deutschlehrerin vielleicht.
  • Das Manuskript muss gestaltet werden, da hielft ihnen bestimmt ein Freund mit Computererfahrung.
  • Den Buchumschlag kann man selbst gestalten, das macht sogar Spaß.

Vielleicht hätte es eine Parodie sein sollen und ich habe es nicht bemerkt?

• Das Berufsbild Lektor
• Wer wird Lektor? Nur der verhinderte Autor?
• Die Arbeit eines Lektors und seine Qual
• Der Autor und seine Vorlagen
• Sprache, Schreiben und Wünsche
• Den Autor desillusionieren?
• Ist noch was zu retten?
• Beispiele typischer Fallen
• Redigieren und umschreiben
• Ein Buch wird geplant

Berufseinsteiger, Menschen, die sich nur hin und wieder mit dem Redigieren befassen müssen und Autoren, die Einblick in die Arbeit derer bekommen möchten, die ihre Manuskripte bearbeiten, sind herzlich eingeladen. Die Teilnehmer können eigene Texte mitbringen und sie besprechen lassen.

Tage: Fr., 12.9.2008 und Fr., 19.9.2008, Zeit: 17.00–20.00 Uhr, Kosten: 80,00 Euro
Ort: Frankfurt, NN, Leitung: Dr. phil. Karin Afshar

Was wären die Schriftstellerinnen und Schriftsteller oder die Verlagsleute ohne den Berufstand der Lektoren? Eine gute Lektorin oder ein guter Lektor  sind die Basis für ein erfolgreiches Buchprojekt. Aber wie schwierig kann die Zusammenarbeit zwischen Lektorin und Autorin werden! Neben der fachlichen Qualifikation benötigt die Lektorin ein sehr großes Einfühlungsvermögen in die Arbeitsweise der Autorin.

Wer sich für die Arbeit der Lektorinnen und Lektoren interessiert, der kann im Verbandsblog der Freien Lektorinnen mehr darüber erfahren.

Der Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL) e. V. wurde 2000 gegründet und hat etwa 600 Mitglieder. Er versteht sich als Netzwerk freiberuflich arbeitender Lektorinnen und Lektoren für die Vertretung gemeinsamer Interessen, den Erfahrungsaustausch untereinander und die Qualifizierung seiner Mitglieder.

Ein schönes Fundstück bei der Netlektorin ist das Interview auf Jetzt.de vom letzten Jahr anlässlich der Leipziger Buchmesse mit Birgit Schmitz vom Kölner Verlag Kiepenheuer & Witsch.

Arbeiten mit Texten ist ein Traumberuf mit Sonnen- und Schattenseiten vor dem ich größten Respekt habe.