BookRix ist die erste Bookunity – ein Internetportal auf dem jeder seine geschriebenen Bücher, Kurzgeschichten, Gedichte etc. wie ein richtiges Buch gestalten, im Netz veröffentlichen, promoten und an Freunde verschicken kann. Die großen Web2.0-Projekte, die in Bereichen Musik, Videos oder Fotos populär geworden sind, bekommen eine Schwester-Plattform, die alle Literatur-Fans weltweit erfreuen soll: BookRix.

Mit Tipps lässt sich Geld verdienen und es gibt kaum eine Gruppe, die so viel Geld für Tipps, Ratgeberbücher und Seminare ausgibt, wie die Menschen, die unbedingt veröffentlicht werden wollen. Also gibt es auch einen blühenden Zweig der Dienstleistungsbranche, die sich diesem Bedürfnis widmet und entsprechend erfolgreich damit ist.

Gemeinsam ist diesen Ratgeberstrategien, dass sie alle das gleiche Ziel verfolgen: Ihre eigenen Einnahmen zu maximieren. Aber das ist doch verständlich!, höre ich die ersten rufen. Das macht doch jeder!

Nein, nicht jeder verdient sein Geld damit, dass er Menschen falsche Tatsachen vorspiegelt und immer noch gibt es die Möglichkeit eine faire Dienstleistung anzubieten. Aber wie heißt es so schön: Die Menschen wollen doch belogen werden. Wieder so ein Spruch, dem ich nicht zustimme. Die Menschen haben Träume, Wünsche und Hoffnungen und machmal macht sie ihr Traum blind. Sie fallen in die Grube, die ihnen jemand gegraben hat. Aber das ist keine Rechtfertigung dafür, dass es richtig ist, diese Grube zu graben.

Für mich ist es schlicht weg eine Unverschämtheit, wenn ich in einem Autorinnen-Ratgeber zum Thema BOD die folgenden Tipps lese:

  • Vielleicht kennen Sie ja jemand, der ihr Manuskript korrekturlesen kann. Eine pensionierte Deutschlehrerin vielleicht.
  • Das Manuskript muss gestaltet werden, da hielft ihnen bestimmt ein Freund mit Computererfahrung.
  • Den Buchumschlag kann man selbst gestalten, das macht sogar Spaß.

Vielleicht hätte es eine Parodie sein sollen und ich habe es nicht bemerkt?

Mit hohen Zielen ist die Protextbewegung an den Internet-Start gegangen, ob sich ein Teil davon verwirklichen lässt, wird die Zukunft zeigen:

Die Zeit für eine Imagekampagne, die den Wert guter Texte promotet, war schon lange reif; im November 2007 kam einer PR-Texterin dann die Idee zur Umsetzung: In einer Kölner Kneipe diskutierte die Regionalgruppe des Texttreff erst über Dumpingpreise – und dann über die Initiative, eine Kampagne für hochwertigen Profitext ins Leben zu rufen. Kein Wunder, dass sie auf breite Zustimmung traf, erst in kleiner Runde, dann im gesamten, internationalen Texttreff, dem Netzwerk wortstarker Frauen.

Jeder der darüber nachdenkt ein Buch zu veröffentlichen und keine Chance für sich sieht, in einem etablierten Verlag unterzukommen, landet irgendwann bei dem Gedanken, ein Buch bei BOD heraus zugeben. BOD ist ein Book-On-Demand-Verlag, einer von vielen, der bekannteste aber nicht unbedingt der günstigste Anbieter.

Die Vorteile von BOD sieht jeder sofort und sie haben ihren Charme:
Oberflächlich gesehen ist es billig und man muss sich um nichts kümmern. Alles läuft schnell und unbürokratisch. Auch wenn man keine Ahnung von Verlag und Vertrieb hat, wird das Buch in den Buchhandlungen gelistet.

Die Nachteile von BOD erschließen sich erst nach einer Weile:
Wenn man mehr Leistung braucht, dann kommen doch ein paar Euros zusammen. Außerdem muss man jedes einzelne Buch selbst kaufen, man hat also keine kostenfreie Belegexemplare zur Verfügung. Da man die im geringen Umfang aber braucht: Schon die Pflichtexemplare, die man an die jeweiligen Bibliotheken schicken muss, aber auch für andere Zwecke, muss man die unbedingt in die Kalkulation einbeziehen. Read the rest of this entry »

Schriftsteller/innen und Texter/innen in der Schweiz haben nun ein eigenes Magazin: textín heisst die neue Zeitschrift, die von Schreibbegeisterten gelesen wird.
Das textín-Magazin bringt Neuigkeiten, Reportagen und Interviews rund um das Thema Text und den Autor/innen-Alltag. Es erscheint künftig viermal pro Jahr: zweimal online und zweimal gedruckt.

via Textguerilla

Vom Neid auf die Festangestellten ist der offene Brief überschrieben, der im Netzt die Runde macht. Bei der Medienlese ist er vollständig zu lesen, ich bin über die Textguerilla darauf aufmerksam geworden, aber auch der Verband freier Lektoren berichtet darüber. Ein freischaffender Journalist beschreibt darin die Lebensumstände von sich und seiner Familie.

Spitzwegische Zustände, meint die Textguerilla treffend.

und alles Gute im Jahr 2009 wünschen wir den Leserinnen und Lesern unserer Bücher und des Blogs des Verlags Neckarwiese!

Unseren Rückzug als Verlag haben wir hier schon angekündigt und mit einem lachenden und einem weinenden Auge bleibt es leider auch dabei. Die Verlagsarbeit hat viel Spaß gemacht, besonders wenn es darum ging, die neuen Bücher zu gestalten und herzustellen. Es waren aufregende Tage, wenn wir auf unsere Masterexemplare warteten und erhebende Momente, wenn wir unsere Bücher, dann endlich in den Händen halten konnten. Mit dem Jahr 2008 gehen diese Freuden zu Ende und noch ist nicht ganz sicher, was uns das Jahr 2009 bringen wird. Wir freuen uns jedenfalls auf neue Herausforderungen und spannende Texte.

P.S. Wer mag, kann mich auch im Jahr 2009  in meinem persönlichen Weblog Sammelmappe treffen.

Zwei einhalb Jahre hat unser Miniverlag existiert und drei Bücher haben wir in dieser Zeit herausgegeben. Zum Ende dieses Jahres werden wir den Verlag auflösen. Es war eine schöne und aufregende Erfahrung mit dem Verlag zu arbeiten und ich habe es sehr genossen. Jetzt ist es Zeit neue Wege zu gehen. Uns war immer klar, dass wir unsere Bücher im Miniverlag nicht angemessen vermarkten können. Dazu hätten wir sehr viel mehr Energie hinein stecken müssen; aber ich habe mich entschieden, dass ich mich lieber dem Schreiben widmen möchte. Eine schöne Zeit geht zu Ende.

Neue Schreibabenteuer sind in Sicht.